D’USA hu jo an der Lescht ëmmer erëm gesot, datt si Grönland iwwerhuele wëllen, noutfalls esouguer mat militärescher Gewalt. Et géif ëm amerikanesch Sécherheetsinteresse goen. Dozou seet den David McAllister, däitschen CDU-Politiker a President vun der aussepolitescher Kommissioun am Europa-Parlament:
“Die amerikanischen Sicherheitsinteressen, sie sind real, sie sind strategisch nachvollziehbar, aber sie haben eben klare Grenzen, denn bei aller geopolitischer Bedeutung gilt eine Grundlinie, die nicht verhandelbar ist, Grönland ist souverän, Grönland ist ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark, und die territoriale Integrität und Souveränität Grönlands, die ist zu respektieren.”
"Grönlänner wëllen net verkaaft ginn"
Den däneschen Europadeputéierte Villy Sövndal, fréieren Ausseminister vu sengem Land, gesäit zwou Optiounen:
“Ich glaube, auf kurzer Zeit gibt es zwei Möglichkeiten für Grönland. Die eine Möglichkeit ist, dass das jetzige Verhältnis zwischen Dänemark und Grönland bleibt, wie sie sind. Die andere Möglichkeit ist, dass Trump so viel Geld anbietet, dass die Grönländer überlegen wollen, ob sie dazu ja sagen wollen. Ich glaube, sie wollen nein sagen. Weil das ist ein stolzes Volk, die wollen nicht verkauft werden.”
Dat ëmsou méi, well si och net op d’Virzich vum skandinavesche Sozialmodell verzichte wéilten: an Alaska, mat deem Grönland enk Relatiounen huet, géif een d’Nodeeler vum amerikanesche Gesondheets- an och Educatiounssystem jo gutt gesinn.
"Sécherheet an der Arktis kann nëmme gemeinsam organiséiert ginn"
Den Tobias Cremer, däitsche Sozialdemokrat am Europaparlament, ka sech perséinlech net virstellen, datt d’USA Grönland militäresch ugräifen. Hien zielt drop, datt déi verstänneg Stëmmen an der Trump-Regierung sech duerchsetzen:
“Denn wir sehen, dass Teile dieser US-Administration drauf und dran sind, das zu erreichen, was Stalin, Chruschtschow und Putin in 80 Jahren nicht geschafft haben. Und das ist den Pax Americana in Frage zu stellen und die regelbasierte Ordnung. (...)“
Datt d’Amerikaner dat agesinn, dorop hofft och den David McAllister, de President vun der aussepolitescher Kommissioun am Europäesche Parlament. Hien ënnersträicht:
“Die Sicherheit in der Arktis kann dauerhaft nur gemeinsam organisiert werden, und zwar innerhalb der NATO, auf der Grundlage des Völkerrechts und mit Respekt vor der Souveänität aller Beteiligten, alles andere würde langfristig Instabilität erzeugen und das Vertrauen unter Bündnispartnern untergraben. Und deshalb ist es eben richtig noch mal zu sagen, unser Engagement in der Arktis soll abgestimmt sein mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir nehmen die amerikanischen Sicherheitsinteressen in der Arktis ernst, Europa hat ja auch ganz ähnliche strategische und sicherheitspolitische Interessen, aber wir wollen das gemeinsam machen und nicht gegeneinander.”
Grönland ass strategesch méi wichteg ginn
Firwat ass Grönland haut op eemol strategesch nach méi wichteg wéi bis elo? D’Erklärung vum David McAllister:
“Die Arktis verändert sich schneller als jede andere Region der Welt, Eisflächen ziehen sich zurück, und Seewege werden saisonal passierbar, und neue Rohstoffe werden wirtschaftlich erreichbar. Das verändert ja nicht nur ökologische Realitäten, sondern strategische Kalküle. Was lange theoretisch war, wird planbar für Handel, für Energie, aber auch für die militärische Präsenz. (...)”
Am Europaparlament war um Dënschdeg eng Online-Pressekonferenz zum Theema Grönland.