Unser Ensemble sind zehn Leute. Manchmal gibt es noch einen Chor dazu. Aber diesmal spielen wir instrumental mit Geige, Cello, Posaune, Tuba, Harfe, Flügel, drei Perkussionisten und ein Moog Little Phatty-Synthesizer.
Als wir mit unserer Band angefangen haben und schnell realisiert haben, dass wir rein akustisch mehr Leute brauchen, um unsere Musik wiederzugeben, haben wir überlegt, was die Frequenzen gut abbilden kann, auch von den Instrumenten, die wir sonst so benutzen und teilweise auch Synthesizer.
Erst einmal kamen wir da auf viel mehr Instrumente. Da dachten wir "zehn ist schon relativ größenwahnsinnig. Als wir letzendlich einmal diese Auswahl getroffen hatten, ist das Ganze zu einer Band gewachsen. Wir mochten diese Besetzung immer sehr gerne. Ich kenne auch kein Ensemble, was genau die Selbe hat.
Dieses Zusammenspiel von zehn Leuten gleichzeitig, ist immer ein Stück weit unkontrollierbar und bringt natürlich auch viele Überraschungen. Ich würde unsere Musik nicht dem Genre Techno zuordnen. Sie ist natürlich davon inspiriert, wir nennen es Patternmusic. Während wir zu dritt eigentlich aus dem Techno kamen.
Gerade klanglich lassen wir die Musiker ihre eigenen Skills anwenden. Viele kommen aus der neuen Musik und kennen immer die neuesten Trick, wie man spezielle Klänge erzeugt. Oft sagen wir "dann zeigt uns doch mal, was ihr da so habt". Gerade da es bei uns sehr viel um Repetition geht, ist es sehr wichtig, dass der Klang lebendig bleibt, atmet. Ich denke wir improvisieren viel auf klanglicher Ebene.
Wir haben jetzt ein bisschen weniger gespielt und machen gerade noch ein neues Album, das im Frühjahr rauskommt, was sich wieder besser für Ensemble eignet, als die letzten Sachen. Wir haben kontinuierlich, jahrelang viel gespielt. Und beim Ensemble ist es natürlich so, das Programm zu erstellen, die Partituren zu schreiben, braucht halt seine Zeit. Da war irgendwann einmal so bisschen Stau, wo wir auch das Gefühl hatten, wir spielen erst wieder, wenn wir etwas Neues anzubieten haben und das ist jetzt gerade der Fall.
Das nächste Jahr steht ganz im Zeichen unseres Albums. Uns gibt es bereits seit zehn Jahren. Das Album kommt im Frühjahr und dann werden wir wieder alle wahrscheinlich nur noch Brandt Brauer Frick machen.
Es tut gut, dass wir nach zehn Jahren merken, dass es immer weitergeht und dass die Aufmerksamkeit und das Interesse sich immer wieder verschieben.
Es ist halt sprachlose, instrumentale Musik. Ich bin darin, glaube ich, besser als mit Worten.